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Daniel Richter 19.08.2005 10:36

Pressezentrum des Weltjugendtages zensiert Internet
 
Zitat:

Die Organisatoren des Weltjugendtages in Köln haben im Pressezentrum offenbar missliebige Internet-Seiten vor dem Zugriff der Journalisten gesperrt, berichtet der «Stern» in seiner Internetausgabe unter Berufung auf eigene Recherchen.

Demnach sind Websites, die Homosexualität, Verhütung und andere in der katholischen Kirche umstrittenen Themen zum Inhalt haben, nicht verfügbar. Aufgefallen war den Journalisten die Sperre, als sie die Site www.huk.org aufrufen wollten – eine Seite der ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche. Auch diese wurde offiziell von den Organisatoren gesperrt. Auch das Jugendmagazin «Neon» sei nicht aufrufbar gewesen, so die «Stern»-Reporter. Doch Seiten über satanische Riten waren erstaunlicherweise ohne Probleme aufzurufen.

Die Leiterin des Pressezentrums sagte dazu, von einem Website-Filter wisse sie nichts. Ein Sprecher des WJT räumte auf wiederholte Nachfrage der Journalisten ein, es sei im Pressezentrum ein Filter installiert worden. "Die Journalisten sollten schließlich nicht auf Pornoseiten herumsurfen", so schreibt es der Stern. Er wisse jedoch nicht, welche Begriffe indiziert worden seien. Weshalb auch Websites von homosexuellen gesperrt sind, konnte er den Journalisten nicht beantworten.

Quelle: stern.de
Tjaja, die Kirche mal wieder. Typisch. Und deren Oberhaupt jubeln alle hinterher. Für mich vollkommen unverständlich :(

MaMo 19.08.2005 11:53

Hi.

Zitat:

die Kirche mal wieder
Bitte nicht so verallgemeinern, es handelt sich um die katholische Kirche!

MfG MaMo

MrNase 19.08.2005 12:40

Fairerweise: http://www.netzeitung.de/internet/353753.html

http://www.netzeitung.de/gif/shim.gif
Internet-Zensur beim WJT aufgehoben
18. Aug 15:29

Fabchan 19.08.2005 12:49

Vielleicht haben unsere Freunde vom WJT von der chinesischen Regierung abgeguckt, die zensieren ja auch alle Internet-Seiten, auf denen Kritik an ihrer Regierung ausgeübt wird oder die ihnen sonst nicht in den Kram passen...

Es gibt sogar Leute, die extra einen Blog eröffnet haben, um in einer einzigen Nachricht mitzuteilen, was sie von dieser Veranstaltung halten:
http://semperoni.blogmeister.de/

StGaensler 20.08.2005 10:30

Jaja, da findet man irgendwas, was nicht passt, informiert sich nicht weiter, und schimpft einfach grundlos in die Welt hinaus.
Ich will damit nicht sagen, dass ich die katholische Kirche gut finde, aber solche unangebrachte Kritik kann man sich sparen. Schuld war nämlich nicht direkt die Kirche:
Zitat:

Zitat von http://www.heise.de/newsticker/meldung/62943
Nachfragen von heise online ergaben allerdings, dass der Teufel in diesem Fall wohl eher im Detail steckt: Die Kölner Weltjugendtag gGmbH hatte als Veranstalter des Kirchenfestivals einen Auftrag zur Installation der Kommunikationsinfrastruktur öffentlich ausgeschrieben und dabei auch Sicherheitsvorkehrungen wie Viren- und Content-Filter für die Internet-Nutzung verlangt. Den Zuschlag für das internationale Großereignis erhielt schließlich der Kölner Carrier NetCologne. Ähnlich wie etwa bei der zentralen Administration des Kölner Bildungsservers setzte NetCologne eigenen Angaben zufolge standardmäßig Filter, die den Zugriff auf Porno- sowie Gewalt-und Nazi-Seiten unterbinden -- mit der Folge, dass auch viele Seiten nicht geöffnet werden können, deren Beschreibung die Buchstabenfolge sex (wie in Homosexualität) enthält.

Diese Filter waren bis zum gestrigen Abend aktiv und sorgten laut Nina Schmedding, stellvertretende Sprecherin des Kölner Weltjugendtages, für das "große Missverständnis". Keineswegs habe man vorgehabt, die Arbeit der mehr als 6500 akkreditierten Journalisten aus aller Welt zu zensieren, erklärte Schmedding. Möglicherweise seien aber die Filter zu streng eingestellt gewesen. Inzwischen seien die Internet-Zugänge jedoch "voll geöffnet". Judith Schmitz von NetCologne bestätigte gegenüber heise online, dass die Veranstalter des WJT nach ersten Beschwerden über die eingeschränkte Nutzung des Internet die Anweisung gegeben hätten, die Filter zu öffnen. Die These, man wolle Journalisten beim Weltjugendtag davon abhalten, nach kirchenkritischen Inhalten zu fahnden, dürfte vor diesem Hintergrund also wohl kaum haltbar sein.



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