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#1
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Moderatoren und BenutzerrechteIch beschäftige mich derzeit näher mit der Moderation eines Forums und der Rechtevergabe der Benutzer. Mein Grundgedanke hierbei ist: "Eine gute Community regelt sich selbst." Ich wünsch mir eine Forengemeinschaft, die sich von alleine regelt - ohne eingreifende Moderatoren und Administrator(en). Auf den ersten Blick wirkt dieser Gedanke absurd - ein Forum ohne Moderation: vorprogrammiertes Chaos. Wer kümmert sich um das Verschieben von falsch eingetragenen Themen, wer editiert anstößige Beiträge? Ich habe mich damals bei der Wahl der Moderatoren immer von deren Diskussionsbeiteiligung, Fachwissen und Umgangston leiten lassen. Ich frage mich: sind diese Kriterien ausreichend, oder sogar falsch gewählt? Welche Eigenschaften machen eurer Meinung nach einen guten Moderator aus? Und welche Rechte sollte man an ihm vergeben? In der Regel nimmt jeder die Funktion eines Moderators gerne wahr. Es befriedigt unseren Machtanspruch in einer Gruppe. Auch wenn man sich damit nur Arbeit aufhalst, so fühlen wir uns als Kontrollkörper erhaben und man entwickelt ein Bewusstsein für die Verantwortung die wir innehaben. Doch ich möchte das Bewusstsein und diese Verantwortungsbereitschaft für eine funktionierende Community auf alle Forenmitglieder übertragen. Ich möchte, dass jeder von sich aus Fehler erkennt (bzw. erkennen will) und selbstständig ausbessert. Jetzt frage ich mich - wie kann man das erreichen? Sollte man allen (vertrauenswürdigen) Mitgliedern mehr Rechte geben (z.B. eigene Themen in andere Foren verschieben, eigene Themen schließen/öffnen, editieren von eigenen Beiträgen ohne Zeitlimit)? Mein Konzept sieht folgendermaßen aus:
Kann dieses Konzept aufgehen? |
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#2
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| Ein schöner Ansatz - geht in Richtung Komune und würde sicher auch funtkionieren, solange die Foren-Teilnehmer gleich kompetent und seriös sind. Übrigens finde ich es eine sehr lohnenswerte Diskussion über den Einsatz von Moderatoren zu führen und wie diese Ausgewählt und "verwaltet" werden können. Ist nähmlich nicht ganz so einfach, wie es scheint. Was ich diesbezüglich in meiner langjährigen Foren-Nutzung (nicht als Admin sondern als Nutzer) in Erfahrung bringen konnte, ist primär, dass ein guter Moderator zwei Seiten haben kann. Einerseits ist ein Moderator überdurchschnittlich wissend und kann eine Community aus einer objektiven Sicht des Wissens leiten. Die andere Seite ist der emotionale Moderator, also ein Moderator, der in der Lage ist, mit psychologischen Grundmustern die Community zu leiten. Eine Kombination wäre natürlich der top Moderator, doch nach meinen Erfahrungen gibt es diesen eher selten. Doch es ist ein guter Ansatz, mit einem Fachwissenden Moderator und mit einem eher psychologischen Moderator im Team zu arbeiten. Kombination machts aus.. dawohl die Auswahl ein nicht so einfacher Prozess ein kann. Nun zu deinem Konzept: Schön wäre es, wenn eine Community so reguliert - also selbstreguliert würde. Ohne klare Kontrolle von "oben"... Gerne nehme ich in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen Staastsmodelle als Referenz. Diktatur: Es gibt ein Administrator, welcher "das Sagen" hat und entscheidet, wie und was richtig ist und was nicht. Er bannt Benutzer, löscht und editiert Beiträge und delegiert gewisse Aufgaben an Moderatoren. In einer derartigen Struktur ist die Qualität des Forums und wie sich die Community entwickelt sehr abhängig von den Führer-Fähigkeiten des Administrators. Wenn jedoch der Admin sehr loyal und objektiv kombiniert mit etwas Menschenkenntniss agiert, ist bei einem solchen Forum der Erfolg langfristig wahrscheinlicher. Demokratie: Die Mehrheit entscheidet. Für jede anstehende Entscheidung muss es eine Abstimmung geben, woraus die Mehrheit die Entscheidungs-Gewalt hat. Dieser Ansatz ist bei einem Forum sehr aufwendig und ich zweifle daran, dass dies funktioniert, da der Aufwand für jeden Nutzer steigt... viele werden sich also nicht beteiligen. Vorteil daran ist natürlich, dass eine Entscheidung von der Mehrheit der Community getragen wird. Komune: (nach marx) Hier kann jeder alles machen und lassen. Also ähnlich wie du dies beschreibst. Berücksichtigt man dabei die Entwicklungsstufen zum Komunismus, welche von Marx definiert wurden, müsste ein Forum zuerst eine Art industrialisierung durchlaufen, anschliessend eine Art Kapitalistisches System entwickeln wodurch sich dann der Monopol-Kapitalismus entwickelt. Daraus ergibt sich dann eine Sozialistische-Foren-Struktur, welche im Komunismus endet. Kurz gesagt, eine Komune erfordert einen entsprechenden Prozess... also wenn wir nach Marx gehen. Einen derartigen Prozess ist meines Erachtens nicht kreierbar - Beispiele aus der Weltgeschichte zeigen es (Russland als bsp.). Fazit: Meines Erachtens ist eine gute Community Struktur eine gesunde Mischung von Demokratie und Diktatur. Zum Beispiel können Benuter abstimmen, ob ein bestimmter User gebannt werden soll oder wer Moderator werden wird. Aber allem übergeordnet hat der Admin das Recht zu bestimmen und zu leiten. Er sollte sich diesbezüglich eher im hintergrund aufhalten und mit den Members diplomatisch und loyal umzugehen. Hier sollte er auch nur auf der Sachebene kommunizieren und nie auf eine negative-emotionale Ebene ausweichen. Eine Komune kann meines erachtens nicht kreiert werden. Was aber geschehen kann, ist dass nach und nach die Comunity reift und so gewisse Aufgaben übernehmen kann. Dazu gibt es ein paar Beispiele aus den USA einiger grosser Entwickler-Foren, in welchen die Community selber das Forum weiterentwickelt hat und neue funktionen erstellt hat und dazu sich selber verwaltet und moderiert. Doch um einen derartigen Zustand möglich zu machen benötigt es eine längere Entwicklung, welche nicht in zeitlichen Parameter definiert werden kann. Auch eine gewisse Grösse ist dazu nötig.. 1000 Member sind dazu viel zu wenig. Denn ein einzelner Member darf auf das ganze Gebilde keinen Einfluss haben können. Was mich des weiteren interessieren würde, ist welche Vorgaben Ihr euren Moderatoren übergebt. grüsse, trader |
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#3
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Re: Moderatoren und BenutzerrechteWirklich interessante Sache. Wollen wir mal darauf eingehen, da ich denke deine Ideen haben noch ein paar Lücken. Zitat:
- ein Forum ohne Moderation: vorprogrammiertes Chaos. Wer kümmert sich um das Verschieben von falsch eingetragenen Themen, wer editiert anstößige Beiträge? Zitat:
Zitat:
Bei einem größeren Forum sollte man eine vertrauenswürdige Person haben, die Zugriff auf die Userdaten hat und somit ggf. Signaturen/Avatare o.ä. editieren kann. Ausserdem sollte dieser Moderator User sperren können. Das ist bei mir zumindest der Fall und hat sich teilweise als sehr nützlich erwiesen. Zitat:
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Das ganze Forum versinkt in der Unübersichtlichkeit. Es soll ja in Themen auch vorkommen, dass User vom eigentlichen Thema abkommen, es dennoch zu einer interessanten Diskussion kommt. Wenn dann der Themenstarter meint sein Problem wurde behoben oder ausreichend diskutiert haben die anderen Diskussionsteilnehmer Pech gehabt und stehen vor verschlossenen Themen. Themen verschieben sollte man Usern auch nicht erlauben. Selbst wenn es seine eigenen Themen sind. Es kann sehr leicht Unübersichtlich werden. Fragen wie 'Hilfe wo ist denn das Thema xyz? Es war doch gestern noch da' wären dann an der Tagesordnung. Zitat:
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Moderatoren bzw. ein Forenleitungsteam ist gerade für große Foren nicht wegzudenken. __________________ Daniel Richter Immer ein Besuch wert: TVBlogger.de - Aktuelle Nachrichten aus der Welt des Fernsehens |
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#4
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| Hi @ll Generell finde ich die Idee ned schlecht, dem User mehr Rechte einzuräumen. Aber es kommt immer drauf an welche Art von Forum bzw. Community man betreibt und welche Altersgruppe sich in dem bewegt. Ich sag jetzt ned, das junge Member sich ned benehmen können, aber das ist meist der Fall. In jedem Fall sollte jeder User das Recht haben, seinen Beitrag zu editieren. Ich sehe es auch für Sinnvoll das er sein Thema löschen kann, solange niemand drauf geantwortet wird. Das könnte man auch mit Beiträgen machen auf die noch ned geantwortet wurden. Thema verschieben ist, immer so eine Frage. Meist merken es User gar ned, das sie in der falschen Sektion sind, und erst ein Moderator veranlasst das verschieben. Moderatoren sind sehr wichtig. Je nach auslegung der Sektion, sollte diese Person verschiede Qualifikationen an den Tag legen. Generell bin ich der Meinung wie codemonkey Sie sollten generell überall Rechte haben. Was ich mir gut vorstellen kann ist, das ein User der sich Profiliert hat, mehr rechte bekommt. Ich beziehe mich da auf ein besseres Rechte-System, welches einzelnen Usern Rechte zuweisen bzw. entziehen kann. Mit wachsender Grösse ist es immer wichtiger das ganze im Griff zu haben, daher ist es wichtig zu wissen das andere auch mit schaun das alles passt. Zum Admin: Neben der Hauptfunktion das alles läuft, hält er ja auch den Kopf hin, wenn irgendwann mal was ist. Sicher ist er der Mächtigste, wobei man die Macht der User ned unterschätzen sollte. Man muss in der Hinsicht einen guten Mittelweg nehmen wie trader schon beschrieben hat. __________________ Sven-Marcus Maderbacher Cu l8er Nev the XxX Projekte: www.Nev-Hilft.de die Seite für Coder Master of www.Burnworld.de |
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#5
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__________________ Daniel Richter Immer ein Besuch wert: TVBlogger.de - Aktuelle Nachrichten aus der Welt des Fernsehens |
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Zitat:
__________________ Fabian Martin Fabian Martin holyBABES.de / .at | crazy-board.de / .com / .net | gameboard.cc | smilies4u.de |
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#7
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| Das mag sein, aber ich würde mein Forum trotzdem nicht unbeobachtet lassen. __________________ Daniel Richter Immer ein Besuch wert: TVBlogger.de - Aktuelle Nachrichten aus der Welt des Fernsehens |
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#8
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| Ich fand den Slashdot-Ansatz, der von der Linux-Community.de und neuerdings auch von Heise genutzt wird, immer sehr gut: eine sehr einfache Möglichkeit, einzelne Beiträge zu bewerten, mit maximal 4 Auwahlmöglichkeiten: ++, +, - und --, die jeder Nutzer sofort nutzen kann. Parallel dazu die Möglichkeit, einen "Threshold", also eine Grenze einzustellen, ab der man Beiträge angezeigt bekommt: z. B. "Ich möchte nur Beiträge sehen, die mit + oder ++ bewertet wurden." Damit kann jeder Nutzer entscheiden, was er sehen will und was nicht, jeder Nutzer kann seine Meinung kundtun. Das hat den netten Nebeneffekt, das die Qualität der Beiträge i. d. R. steigt bzw. das es immer weniger "schlechte" Beiträge gibt. Auf Moderatoren im Sinne verschieben/löschen würde ich dennoch nicht verzichten, schon aus rechtlichen Gründen. BTW, Beiträge sollten nie gelöscht werden, sondern in ein nur für Moderatoren und Admins sichtbares Forum verschoben werden. cu, Sascha |
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#9
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| Der Ansatz vom Bewerten der Beiträge finde ich auch sehr gut. Was ich in Foren jedoch oft gesehen habe ist, dass dieses Feature nur sehr selten verwendet wird. Dies bedingt also, dass eine solche Funktion von der Mehrheit der User akzeptiert und auch umgesetzt wird. Denn welcher User will eine Tätigkeit ausführen, die Ihm nicht direkt etwas bringt. |
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#10
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| Ist vielleicht auch eine Frage, wie einfach man seine Meinung kundtun kann. Bei Slashdot oder der Linux-Community.de genügt ein Klick. |
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